Die Erde vom All aus zu sehen ist ein lebensverändernder Moment für Astronaut:innen, der oft als der Overview-Effekt beschrieben wird: ein tiefes Bewusstsein für die Fragilität und Vernetzung unseres Planeten. SpaceBuzz, eine internationale gemeinnützige Bildungsinitiative, vermittelt Kindern, Jugendlichen und der Öffentlichkeit diese beeindruckende Perspektive durch eine immersive virtuelle Reise ins All.
Vom 3. bis zum 7. März 2026 war SpaceBuzz zu Gast in Innsbruck (Österreich) und lud Schulklassen und Besucher:innen dazu ein, die Erde wie Astronaut:innen zu erleben – und über die gemeinsame Verantwortung der Menschheit für ihre Zukunft nachzudenken.
Die Rolle von ILF: Technische Verantwortung für zukünftige Generationen
ILF Consulting Engineers Austria unterstütze SpaceBuzz in Innsbruck nicht nur als Sponsor, sondern auch als aktiver Bildungspartner. Über die finanzielle Unterstützung hinaus leistete ILF einen direkten Beitrag zum Bildungsprogramm, indem das Unternehmen während der Schulzeit Workshops durchführte. Dabei wurde die Rolle von Ingenieur:innen in der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft und der Verbesserung der Lebensqualität in den Mittelpunkt gestellt.
Anhand praxisnaher Beispiele aus den Bereichen Infrastruktur, Energiesysteme und Umweltschutz zeigten die Expert:innen von ILF, wie ingenieurtechnische Lösungen globale Herausforderungen adressieren und zu einer verantwortungsvollen Entwicklung beitragen.
Josef Mayr, Geschäftsführer von ILF Austria, betonte die Bedeutung einer frühzeitigen Bewusstseinsbildung:
„SpaceBuzz ist weit mehr als eine Rakete auf Rädern: Er ist ein umfassendes Schul- und Bildungsprogramm, das den MINT-Unterricht ideal ergänzt. Die Schüler:innen absolvieren ein intensives Astronaut:innentraining und entdecken in verschiedenen Missionen die Welt der Raumfahrt und ihre Bedeutung für unsere Gesellschaft. Dabei lernen sie, wie eng Technik, Ingenieurwesen und der Schutz unseres Planeten miteinander verbunden sind.“
Darüber hinaus unterstrich er das langfristige Engagement von ILF:
„ILF steht für Engineering Excellence, Verantwortung und die Überzeugung, dass technisches Know-how stets im Dienst von Gesellschaft und Umwelt stehen muss. Diese Werte bringen wir täglich aktiv in unsere Projektarbeit ein. In den Workshops zeigen wir, wie Ingenieur:innen mit Neugier, Kreativität und Teamarbeit innovative Lösungen für die Zukunft entwickeln.
Unser Ziel ist es, möglichst viele Schüler:innen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern und ihnen zu vermitteln, dass sie ihre Zukunft selbst gestalten können. Wenn junge Menschen früh erfahren, dass ihre Ideen Wirkung haben, tragen wir nicht nur zur Bildung bei – wir fördern auch verantwortungsvolles Denken für eine nachhaltige Zukunft.“
Sandra Peraic Flunger, HR Business Partner bei ILF Austria und Schnittstelle zur Initiative, hob die umfassendere pädagogische Dimension unseres Engagements hervor:
Als ingenieurtechnisches Unternehmen sehen wir hier eine besondere Verantwortung darin, unser Handeln klar mit Nachhaltigkeit zu verbinden. Gleichzeitig verstehen wir das Engagement bei SpaceBuzz als Teil unseres Bildungsauftrags: junge Menschen frühzeitig für Technik, Innovation und ingenieurwissenschaftliche Themen zu begeistern.“
Sie betonte auch die Bedeutung von Vielfalt und Chancengleichheit:
„Es ist wichtig zu zeigen, wie vielfältig, bedeutungsvoll und zukunftsrelevant technische Berufe sind. Echte Gleichstellung stärkt nicht nur Chancengerechtigkeit, sondern auch Nachhaltigkeit – denn vielfältige Perspektiven führen zu noch innovativeren Lösungen.“
Bildung im Mittelpunkt: Die Perspektive der Koordinator:innen
SpaceBuzz wurde 2017 von der SpaceBuzz Foundation ins Leben gerufen, die vom Astronauten André Kuipers und seiner Frau gegründet wurde. Die Initiative wurde von einem interdisziplinären Team aus den Bereichen Weltraumwissenschaft, Bildung und immersive Technologien entwickelt und hat für ihren pädagogischen Einfluss mehrere internationale Auszeichnungen erhalten.
In Innsbruck wurde das Projekt von Géraldine Fitoussi-Hoffmann koordiniert, die den starken Bildungsfokus der Initiative hervorhob. Während der Schulzeit nahmen die Klassen an einem strukturierten Programm teil, das den virtuellen Raumflug mit zwei ergänzenden Workshops kombinierte: einem Workshop zu Satellitenbildern unter der Leitung von ESERO Austria, sowie einem Workshop zu Ingenieurberufen und zukunftsorientierten Technologien, der von ILF Consulting Engineers durchgeführt wurde.
Ab dem Nachmittag öffnete SpaceBuzz seine Türen auch für die breite Öffentlichkeit und bekräftigte damit seine Rolle als Plattform für den Dialog zwischen Bildung, Industrie und Gesellschaft.
Lernen durch Erfahrung: Perspektive aus der Sicht der Schule
Sabine Schmarda Außerlechner, Klassenvorständin der Klasse 3A am Franziskaner-Gymnasium Hall, nahm gemeinsam mit ihren Schüler:innen an der SpaceBuzz Initiative teil und reflektiert diese Erfahrung wie folgt:
„SpaceBuzz war eine wertvolle Ergänzung zu unserer Arbeit im Klassenzimmer. In den letzten beiden Schuljahren haben wir Themen wie Wasser, Luft, Boden, erneuerbare Energien und globale Verantwortung in verschiedenen Fächern behandelt. Die Erde aus dem Weltraum zu erleben, machte diese Inhalte auf eindrucksvolle und emotionale Weise greifbar und half den Schüler:innen zu verstehen, wie einzigartig und verletzlich unser Planet wirklich ist.
Die Initiative hat das Bewusstsein unserer Schüler:innen für globale Herausforderungen und ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, gestärkt. Sie lieferte auch wichtige Impulse für das künftige projektbasierte Lernen, in dem Nachhaltigkeit und die Ziele für nachhaltige Entwicklung weiterhin eine zentrale Rolle spielen werden.“
Die Zukunft gemeinsam gestalten
SpaceBuzz in Innsbruck hat eindrucksvoll gezeigt, wie wirkungsvoll Erfahrungslernen sein kann, wenn Bildung, Emotionen und Dialog zusammenkommen. Durch die Verbindung einer virtuellen Reise ins All mit Überlegungen zu realen Herausforderungen lud die Initiative die Teilnehmer:innen dazu ein, die Erde – und ihr eigenes Potenzial – aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Für ILF spiegelt dieses Engagement eine klare Überzeugung wider: Im Ingenieurwesen geht es nicht nur um die Planung und den Bau von Infrastruktur, sondern auch darum, eine lebenswerte Zukunft zu gestalten – für die heutige Gesellschaft und für künftige Generationen.